Der große Graben

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Colorado City

Zeichen zu entziffern, die nicht sichtbar sind, Stimmungen zu lesen, die nicht an Einzelheiten festzumachen sind, Atmosphären aufzufassen, die nicht offen zu erspüren sind, das sind Fähigkeiten, die Lebewesen entwickeln, die auf der Hut sein müssen. Vielleicht, auch wenn eine solche Analogie immer fragwürdig ist, geht es Tieren so, die sich vor Gefahren in Acht nehmen müssen, weil die Umwelt jederzeit in Bedrohung umschlagen kann. Sicherlich geht es auch Menschen so, die für längere Zeit den Schutzraum ihrer Behausung, die bekannte Nachbarschaft oder den vertrauten Kulturraum verlassen und in der Fremde oder „Draußen“ leben – Obdachlosen vielleicht oder auch Langstreckenradfahrern. Weiterlesen

Breakdown

Bryce Canyon
Bryce Canyon

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Breakdown

Wir geben uns ja große Mühe Euch nicht mit Wiederholungen zu langweilen. Dabei ist es wirklich nicht ganz einfach für unsere Berichte immer wieder etwas Neues auszugraben, wussten doch schon die alten Griechen, dass bestenfalls nicht viel Neues sich unter der Sonne ereigne. Die Welt, lasst es mich an dieser Stelle beklagen, ist halt doch oft recht einfallslos und monoton, dümmlich einfältig und beleidigend vorhersehbar. Ich kann Euch nicht länger schonen und muss die Nachricht Euch unbeschönt und direktheraus überbringen: Unsere zweite Laufradnabe hat unserer Härte nicht standgehalten. Sie ist kaputt, futsch, hin. Totalverlust. Nein, Ihr habt Euch nicht im Bericht vertan, Hinterradnabe war vor knapp drei Wochen, jetzt ist Vorderradnabe. Weiterlesen

Anmut der Ödnis

Abschied von Vernal

Anmut der Ödnis

Wir sind in der Wüste. Wir fahren nicht durch die Wüste, wir sind in ihr. Auf dem Fahrrad sind wir immer schon den Bedingungen der Natur ausgesetzt. Hier in der Wüste spüren wir dieses Ausgesetztsein noch unmittelbarer und noch brutaler. Alle Pflanzen sind scharfkantig oder dornig, fahl und minimal. Die wenigen Tiere, die uns hier begleiten, verbergen sich in den heißen Tagesstunden in Höhlen oder verstecken sich unter den wenigen Büschen: Geckos, Kaninchen, Präriehunde, Wüstenfüchse, Skorpione und Schlangen. Allein die Antilopen stehen unbeeindruckt im stechenden Sonnenlicht. Schatten gibt es für uns keinen, nicht auf 50, 70 oder gar 100 Kilometern. Weiterlesen