Einen Monat waren wir jetzt entlang der französischen Kanäle unterwegs. Autofrei und sorgenfrei vor uns hinradelnd haben wir Afrika nachklingen lassen. Wir sind dankbar und wehmütig. Afrika, vor allem die Afrikaner, vermissen wir. Aber auch hier finden wir das „on est ensemble“, die fröhlich-freundlichen Menschenbegegnungen. Zum Beispiel Louis De Funès. Wir sind ihm begegnet! Der legendäre französische Komiker aus den 70er-Jahren. Er fährt ein mintgrünes Gravelbike und trägt einen pinken Damenstrohhut. Er ließ uns wissen, dass er da vorne baden werde, auch wenn es schon ziemlich kalt sei. „Enorm“ und „phänomenal“ waren seine Lieblingsworte. Sein Wortschwall war sehr wertschätzend und er versorgte uns mit Energie für weitere 50 Kilometer an diesem Nachmittag. Phänomenal!
Frankreich entlang der Kanäle: Rhein-Rhone-Kanal, Canal du Centre, Canal du Nivernais, Canal de Bourgogne, Marne-Mosel-Kanal, Canal des Voges.
1500 Kilometer entspannt autofreies kulturelles und kulinarisches Paradies. Wir hatten so viel Energie übrig, dass wir erst daran merkten, wie anstrengend Afrika auf dem Fahrrad wirklich war.
Wir empfehlen diese Strecken mit dem Fahrrad ganz dringend. Hier eine Internetseite, mit der sich hervorragend planen lässt:
Wer glaubt, jetzt unsere Berichte zu vermissen, darf sich freuen: Wir fahren weiter.
Am 1. November brechen wir auf nach Südostasien und werden dort weiterfahren, wo wir vor zehn Jahren abbrechen mussten. Thailand, der Norden, Laos, Kambodscha, vielleicht Japan…


































