Breakdown

Bryce Canyon
Bryce Canyon

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Breakdown

Wir geben uns ja große Mühe Euch nicht mit Wiederholungen zu langweilen. Dabei ist es wirklich nicht ganz einfach für unsere Berichte immer wieder etwas Neues auszugraben, wussten doch schon die alten Griechen, dass bestenfalls nicht viel Neues sich unter der Sonne ereigne. Die Welt, lasst es mich an dieser Stelle beklagen, ist halt doch oft recht einfallslos und monoton, dümmlich einfältig und beleidigend vorhersehbar. Ich kann Euch nicht länger schonen und muss die Nachricht Euch unbeschönt und direktheraus überbringen: Unsere zweite Laufradnabe hat unserer Härte nicht standgehalten. Sie ist kaputt, futsch, hin. Totalverlust. Nein, Ihr habt Euch nicht im Bericht vertan, Hinterradnabe war vor knapp drei Wochen, jetzt ist Vorderradnabe. Weiterlesen

Anmut der Ödnis

Abschied von Vernal

Anmut der Ödnis

Wir sind in der Wüste. Wir fahren nicht durch die Wüste, wir sind in ihr. Auf dem Fahrrad sind wir immer schon den Bedingungen der Natur ausgesetzt. Hier in der Wüste spüren wir dieses Ausgesetztsein noch unmittelbarer und noch brutaler. Alle Pflanzen sind scharfkantig oder dornig, fahl und minimal. Die wenigen Tiere, die uns hier begleiten, verbergen sich in den heißen Tagesstunden in Höhlen oder verstecken sich unter den wenigen Büschen: Geckos, Kaninchen, Präriehunde, Wüstenfüchse, Skorpione und Schlangen. Allein die Antilopen stehen unbeeindruckt im stechenden Sonnenlicht. Schatten gibt es für uns keinen, nicht auf 50, 70 oder gar 100 Kilometern. Weiterlesen

Altitude Cycle

Gestrandet in der Wüste von Utah

Das erste Mal trafen wir Richard Moseley, als wir uns gerade in der Anfahrt in einen Pass befanden, der aus dem Canyon der Flaming Gorge herausführt. Der längste und bösartigste Anstieg unserer bisherigen Reise bis auf über 2600m. Bösartig, weil wir uns immer wieder 300 Höhenmeter erarbeiteten, um dann 100 Höhenmeter wieder abzufahren. So kurbelten wir uns langsam, zwei Schritt vor, einen zurück, höher und höher, immer wieder einen Blick in die Tiefe werfend auf die leuchtend roten Felsformationen und das Glitzern des Green River. Richard Moseley stand neben seinem Wagen am Straßenrand und rief uns zu: „Hey! Wisst ihr auch genau, was ihr da tut?  It`s a long, long uphill!“ Wir winkten fröhlich zurück ohne anzuhalten. „We know that! We know that!”

Was wir aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten, war, unter welchen Umständen wir Richard wiedertreffen würden. Weiterlesen